Vorneweg sei gesagt, es ist nicht unsere Art Schiedsrichter zu diskreditieren oder über unglückliche Punktverluste zu jammern, haben wir doch auch erst vor Wochenfrist, beim Derby in Merkendorf, den Hausherren äußerst glücklich in der Schlußsekunde den Sieg geklaut. Das passiert nunmal im Fußball und das ist auch gut so und immerhin ist der SV Weichendorf, nebenbei bemerkt, das fairste Team der Kreisliga. Was allerdings beim Spiel SV Weichendorf gegen den SV Dörfleins, was von beiden Seiten aus absolut fair geführt wurde, darf in unserem Fußballsport einfach nicht vorkommen und nicht unerwähnt bleiben. Jeder kann mal einen schlechten Tag haben, die Spieler haben meist zu viel davon und auch über Fehlentscheidungen kann man hinwegsehen, weil es einfach menschlich ist, sich mal zu irren. Unser Sport lebt von Emotionen, es darf auch mal laut werden und in diesen Ligen haben und wollen wir auch keinen VAR. Aber ebenso lebt unser Sport von Respekt, dem eigenen Mitspieler, den Gegner, Zuschauern und natürlich den Unparteiischen gegenüber. Allerdings muss dies von allen Seiten erfolgen und genau deswegen müssen wir heute (leider) solche Zeilen verfassen, denn der Hauptschiedsrichter Andreas Schulz aus der Erlangener Ecke, trat all diese Prinzipien mit den Füßen und sorgte mit seinem indiskutablen Auftreten, beiden Mannschaften gegenüber, für mehr als nur Kopfschütteln. Schon vor Beginn der Partie dirigierte er den Ordnungsdienst wie Marionetten und teilte seine Ansichten über den Ablauf mit, wo man bereits ahnen konnte, was da im Laufe des Tage noch alles passieren würde. Googelt man diesen Zeitgenossen, stößt man auf mehere negative Berichte über Herrn Schulz aus der Vergangenheit, das man sich nur wundern muss, warum er vom Verband noch nicht aus dem Verkehr gezogen wurde.
Aber nun erstmal zum Spiel, der SV Weichendorf wollte, nach dem schwachen Auftritt beim Derby in Merkendorf, Reaktion zeigen und begann stürmisch. Nach einem Eckstoß von Carlo Schmitt köpfte Max Pfister bereits in der 4. Spielminute zur Weichendorfer 1:0 Führung ein. Dörfleins kam nach einer guten Viertelstunde das erste Mal vor das Weichendorfer Gehäuse und erspielte sich zwei Eckbälle hintereinander. Beim zweiten Versuch schlug es zum 1:1 ein. Die Hintermannschaft des SVW konnte nicht entscheidend klären, Florian Neuberger stand goldrichtig und glich aus. Das war es dann auch bis auf Weiteres von den Gästen, bis zur Pause hatte der Gastgeber einige Chancen, die beste durch Luis Lappus, zur erneuten Führung, scheiterte aber immer wieder am guten Dörfleinser Schlussmann Eberlein.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb der SV Weichendorf das aktivere Team und ging nach gut einer Stunde wieder in Führung. Auch der dritte Treffer der Partie resultierte aus einer Ecke. Erneut Carlo Schmitt brachte das Leder in die Mitte, fand dort das Köpfchen von Kapitän Christopher Safrath, der zum 2:1 einköpfen konnte. Bei einer Kopie des 2:1 hatten die Gäste Glück, denn ein Abwehrspieler kratzte das Spielgerät noch von der Linie. Der SV Weichendorf brachte den Deckel nicht auf die Partie. Mittlerweile waren die letzten fünf Minuten angebrochen, in denen der Unparteiische alleine sechs gelbe Karten verteilte und sein, bisher schon forscher Ton, immer rauher und lauter wurde. Als er dann noch sieben Minuten Nachspielzeit anzeigte, kannte das Erstaunen keine Grenzen mehr. Und zu allem Überfluss gab es im allerletzten Moment noch einen absoluten Witzelfmeter für den SV Dörfleins. Der Weichendorfer Abwehrspieler Max Pfister soll den Ball im Fallen strafbar mit der Hand gespielt haben. Ramon Ofen war das logischerweise egal und er verwandelte zum späten 2:2 Ausgleich.
Jeder mit Anpfiff Account, Marco Zolleis war als Video Ticker vor Ort, kann sich darüber selbst ein Bild machen. Und nehmt euch ruhig mal die Zeit und lest die Berichte über den „Sportkameraden“ Andreas Schulz durch. Ein netter Zeitvertreib für die anstehenden Regentage.
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