Was für eine bittere und unnötige Niederlage, denn man führte bis zur 88. Spielminute mit 0:1, um dann noch zwei Gegentore zu fangen.
Es war von Beginn an das erwartet schwere Spiel beim Aufsteigerduell Erlach gegen Weichendorf. Der SVW musste auf Safrath, Vater, Gössl und Alves verzichten und war vor den Gastgeber gewarnt, die so manche Partie erst in den Schlussminuten verloren hatten.
Leider war es über die gesamte Spielzeit eher ein mäßiger Auftritt unserer Jungs, denn man brachte keine Ruhe ins Spiel und tat sich auf dem holprigen Geläuf recht schwer. Dennoch bekam man die Partie nach einer Viertelstunde besser in den Griff, ließ in der Defensive, außer einem Distanzschuss, nichts Gefährliches zu und versuchte selbst zum Torerfolg zu kommen, doch der letzte Pass fehlte im gegnerischen Schlussdrittel.
Fünf Minuten vor der Halbzeit wurde Lars Dippold im gegnerischen Strafraum zu Fall gebracht und der Schiedsrichter zeigte zurecht auf den Elfmeterpunkt. Peter Koch nahm sich dessen an und verwandelte souverän zur Pausenführung.
Im zweiten Durchgang kam der große Regen und die Bedingungen wurden dadurch für beide Teams nicht leichter. Der SVW musste zweimal verletzungsbedingt wechseln. Max Sönnig und Carlo Schmitt verliesen lädiert den Rasen. Die letzten 20 Minuten waren angebrochen, als der SVW seine besten Chancen hatte um die Partie zu entscheiden. Julian Kraus scheiterte ebenso wie Finn Gittel. Dann eine riesige Drei-Fach-Chance für den SVW. Luis Lappus brachte die Kugel von links in den Strafraum und fand Julian Kraus, der zunächst etwas die Orientierung verlor, dann aber doch mit der Pikke abschließen konnte. Keeper Schmitt hielt den Schuss genauso wie den Nachschuss von Finn Gittel, den Abpraller bekam Driton Kelmendi vor die Füsse und dessen Schuss kratzte ein Heimakteur noch von der Linie. Das hätte die Entscheidung sein können/müssen.
Und diese Fahrlässigkeit vor dem gegnerischen Tor sollte sich, in einer wilden Schlussphase, tatsächlich rächen. Der eingewechselte Schlicht brachte viel Tempo über die linke Seite. Eine seiner Flanken konnte nicht konsequent geklärt werden und die Weichendorfer Hintermannschaft baute beim Klärungsversuch einen ebenso klaren Strafstoss wie in der ersten Hälfte auf der Gegenseite. Max Hofmann tritt an und scheiterte am Weichendorfer Schlussmann Johannes Pfister, der den vermeindlichen Sieg in der 82. Spielminute festhielt. Offiziell waren es noch zwei Minuten, als es einen Freistoß, knapp 22 Meter vor dem Tor, für die Gastgeber gab. Diesmal machte es Max Hofmann besser und versenkte das Leder unhaltbar im rechten Toreck und es kam noch schlimmer füe den SV Weichendorf. Nur 3 Munuten später gab es erneut, diesmal einen umstrittenen Freistoß, aus Weichendorfer Sicht lag ein Handspiel vor, aus ähnlicher Position. Diemal legte Hofmann kurz auf Hoffmann ab, dessen Schussversuch wurde abgefälscht und fiel Burkart vor die Füsse, der aus abseitsverdächtiger Position, einschiessen konnte. Die Pfeife blieb stumm und der Treffer zählte.
Der SV Weichendorf hatte danach noch selbst zwei Freistoßgelegenheiten, nachdem Schuh, auf Erlacher Seite, mit Rot vom Platz flog. Einer verpuffte ohne Gefahr und einen konnte FC Keeper Schmitt parieren.
So blieb es letztendlich bei der unnötigen Niederlage und der Weichendorfer Anhang fühlte sich wohl ähnlich wie die Fans vom FC Bayern München 1999, als man innerhalb von wenigen Sekunden die CL in der Nachspielzeit an ManUnited verlor. Doch Jammern hilft nichts, nächste Woche ist der SV Pettstadt zu Gast. Mund abputzen, weiter gehts Männer.
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