Den Siegtorschützen eingewechselt

SV Weichendorf – ASV Naisa 3:2 (1:1)

Vier Punkte Vorsprung auf die Konkurrenz galt es zu verteidigen. Doch der SVW ging mit breiter Brust, nach 17 von 21 möglichen Punkten in den letzten 7 Spielen, in die Partie. Der Gast aus Naisa hatte, nach Selbstaussage, den Klassenerhalt letzte Woche eingetütet und konnte unbeschwert aufspielen.

Und die Partie begann mit einem Paukenschlag. Die meisten Zuschauer hatten ihre Plätze noch nicht richtig eingenommen oder waren noch mit der Begrüßungszeremonie beschäfftigt, da stand es auch schon 0:1. Die erste Aktion von den Gästen führte gleich zu einem Eckball. Der Ball kam nach innen, wo der Abwehrhüne Deinlein am höchsten stieg und das Leder per Kopf in die Maschen beförderte.

Da musste sich der SVW erst einmal schütteln. Naisa stand tief und lauerte auf Konter. Dagegen fand der SVW zunächst kein probates Mittel. Zwar hatte man nun mehr Ballbesitz und war optisch überlegen, doch konnten die Gäste immer wieder Nadelstiche setzen. Wie z.B. in der 38. Minute, als bei einem Flachpass in den Strafraum auf Hofmann, der Weichendorfer Keeper Noah Suarez, Kopf und Kragen riskieren musste, um die Situation zu klären. Dabei prallten die beiden unglücklich zusammen und Hofmann traf Suarez unabsichtlich mit dem Schuh im Gesicht. Das Auge wurde sofort blau und schwoll an, sodass es für Noah Suarez nicht mehr weiter ging und Marco Beck fortan im Gehäuse stand.

Gute Besserung an dieser Stelle an unseren jungen Burschen, der mittlerweile aber auch schon Entwarnung geben konnte. Es ist Gott sei Dank nichts Schlimmeres, nur geprellt und schön bunt geschwollen. Man kann buchstäblich behaupten, er ist mit einem blauen Auge davon gekommen – Sorry Noah, der musste sein.

Weiter im Spiel, wenn nichts hilft, muss manchmal eben ein Standart helfen. So geschehen in Minute 44, als ein Freistoß aus dem Halbfeld von Carlo Schmitt scharf vor die Naisger Kiste getreten wurde. Peter Koch brachte die Fussspitze an die Kugel und bugsierte das Spielgerät zum 1:1 über die Linie – Halbzeit

Nach der Pause waren die Scheibe Mannen präsenter und es dauerte nur drei Minuten bis zur 2:1 Führung. Ein Gewurschtel am gegnerischen 16ner, Luis Lappus spitzelte den Ball zu Finn Gittel, der zog zweimal auf und knallte das Runde humorlos, flach, scharf in die linke Ecke, ein satter Abschluss. Doch der Jubel dauerte nicht lange an. Quasi im Gegenzug hatte SVW Keeper Beck den Ball am Fuss und wurde vom ASV Spielertrainer Jonas Koschwitz angelaufen. Es kam zum Pressschlag und Koschwitz konnte zum 2:2 ins leere Weichendorfer Gehäuse einschieben.

Der Weichendorfer Trainer reagierte und wechselte zweimal, Ohland und Lade kamen um die Offensive anzukurbeln. Beim Gast merkte man den dünnen Kader, denn die Kräfte schwanden nun. Es war die 78. Minute, als der Weichendorfer Anhang wieder jubeln durfte. Der überragende Max Sönning kam über die rechte Seite und flankte in die Mitte. Da kam der eingewechselte Chris Lade angestürmt und köpfe das Leder perfekt, gegen die Laufrichtung des ASV Schlussmannes Knoblach, in die lange Ecke, zum umjubelten 3:2 ein.

Nun spielte der SVW die Partie runter, ließ nichts mehr zu und brachte die Führung, nach einem harten Stück Arbeit, ins Ziel.   

 

Thomas Baum

Abteilungsleiter Fußball