Mit Ach und Krach…

SV Wernsdorf – SV Weichendorf   1:2 (1:0)
… gewinnt der SV Weichendorf beim Tabellenschlusslicht in Wernsdorf. Zeigte man noch vor Wochenfrist gegen den Klassenprimus aus Altendorf eine starke Leistung, lief es aus unerklärlicher Weise beim SV Wernsdorf nicht allzu rund. Von Beginn an ließ sich der SV W von der hektischen Stimmung anstecken, anstatt dem Gegner ruhig und besonnen gegenüber zu treten und das eigene Spiel durchzudrücken. Den Hausherren gehörten die ersten 10 Minuten in denen Weichendorf´s Keeper Schuler das ein oder andere Mal klären musste. Dann kamen auch endlich die Drodz-Schützlinge gefährlich vor das gegnerische Tor und erspielten sich bis zur 30. Minute ein klares Chancenplus. Hilfenhaus und Schrüfer C. scheiterten am Torhüter und ein Schuss von Mößner T. wurde von der Linie geschlagen. Kapitän Jochen Mößner hatte gleich dreimal die Gelegenheit zur Führung, scheiterte aber ebenfalls. Nach einer guten halben Stunde gingen dann die Gastgeber in Führung. Hommel erlief sich einen langen Ball in die Spitze und überwand Torwart Schuler aus gut zwanzig Metern. Nun war Weichendorf geschockt und Wernsdorf setzte nach. Kurz vor der Pause Eckball für die Blau/Gelben – der Ball fliegt nach innen und ein Pfiff ertönt. Der SR hatte ein Foul gesehen und zeigte auf den Punkt. Wiesheier legte sich den Ball zurecht und visierte vom Schützen aus die rechte Ecke an. In diese flog aber auch Johannes Schuler und parierte den Elfer. Ab zum Pausentee. Wernsdorf hatte Anstoß zur zweiten Halbzeit. Ein langer Ball wurde von der Weichendorfer Abwehr geklärt, Michi Schrüfer schickte den Nachnamensgleichen Christian auf der linken Seite und dessen Flanke verwertete Tobias Mößner volley ins rechte Eck zum wichtigen Ausgleich in der 46. Minute. Als der Torschütze nach einer knappen Stunde im Strafraum zu Boden ging, forderten die Weichendorfer Strafstoß. Der Pfiff blieb aber zurecht aus,denn der Wernsdorfer Keeper spielte den Ball. Bei den Protesten hörte der Schiedsrichter eine Beleidigung und zeigte dem verdutzten Oliver Ohland rote Karte, dazu später mehr. Weichendorf, eine gute halbe Stunde in Unterzahl, ging nur zwei Minuten nach dem Platzverweis in Führung. Tobias Mehler spielte in den Lauf von Christian Schrüfer und der hob den Ball über den herauseilenden Keeper ins Netz. Die Restspielzeit brachte viele Foulspiele und nur wenigen Torchancen. Wernsdorf konnte sich gegen die von Jochen Mößner gut organisierte Weichendorfer Abwehr nichts mehr zwingendes erspielen und die Weichendorfer spielten ihre Konterchancen nicht sauber zu Ende. So blieb es beim glücklichen, aber nicht unverdienten Sieg der Rot/Weißen. Hätte der Tabellenletzte seinen Elfmeter zum 2:0, wer weiß wie es ausgegangen wäre. Aber wäre, wäre – Fahrradkette – oder so ähnlich.

Riesenkompliment und Dankeschön an die Spieler des SV Wernsdorf, denn einige sind nach dem Spiel zum Unparteiischen gegangen und haben bestätigt, dass die vermeintliche Schiedsrichterbeleidigung von Oliver Ohland so definitiv nicht ausgesprochen wurde, woraufhin der Schiedsrichter versprach, dies in seinem Bericht zu revidieren.

Großes Kino der Wernsdorfer Spieler und auch vom Schiedsrichter, der sich dies alles ganz sachlich nach dem Spiel anhörte und seine Schlüsse daraus zog. Das ist heutzutage sicherlich keine Selbstverständlichkeit und wird zur Nachahmung ausdrücklich empfohlen.

Thomas Baum

Abteilungsleiter Fußball

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