Mit viel Moral das Spiel gedreht

SV Weichendorf – FC Altendorf    2:1 (0:1)

Aufstellung:

21 Schuler, 3 Baumgärtner, 15 Hecht, 4 Mehler, 5 Schlierf, 7 Mößner J., (C) 8 Schrüfer C., 11 Ohland, 12 Leßner, 9 Hilfenhaus, 10 Mößner T – 6 Schrüfer M. (64.), 14 Schubert (44.), 13 Sonnefeld (90+1), 18 Beck M., 2 Fischer A.

Tore:

0:1 Schulz (23.) 1:1 Mößner T. (60.) 2:1 Leßner (70.)

Mit viel Moral das Spiel gedreht

An diesem wunderbar sonnigen Herbstsonntag kam es zum Spitzenspiel zwischen dem SV Weichendorf (4.) und dem Tabellenführer, dem FC Altendorf.

Die Hausherren sind seit dem zweiten Spieltag, also seit neun Spielen unbesiegt, die Gäste blickten vor der Partei auf sechs niederlagenfreie Spiele zurück.  Daher durfte man gespannt sein, welche Serie reißen würde und welche bestehen bleibt.

Von Beginn an versuchte der SV Weichendorf das Spiel an sich zu reißen und drückte aufs Tempo. Nach zwölf Minuten kam ein abgewehrter Ball 20 Meter vor dem Altendorfer Gehäuse in die Füße von Kapitän Jochen Mößner. Er fasste sich ein Herz und zog ab, sein Flachschuss rauschte durch die vielen Beine im Strafraum und schlug unten links in der Ecke ein. Doch der Jubel der Weichendorfer wurde durch einen Pfiff unterbrochen. Oliver Ohland soll in Abseitsposition stehend, dem Torhüter die Sicht genommen haben und daher zählte der Treffer nicht. Nach zwanzig Minuten wagten sich auch die Gäste mal in die Offensive und prompt stand es 0:1. Fabian Schulz drang über die linke Angriffsseite Richtung Mitte und zog aus 20 Meter ab. Sein Schuss senkte sich über Torhüter Johannes Schuler, der ein Ticken zu weit vor seinem Gehäuse stand und somit nicht mehr rettend klären konnte. Ein Schock für die Drozd-Truppe, die bis dahin eigentlich gut im Spiel war. Weitere Entscheidungen des Unparteiischen sorgten bis zur Halbzeitpause auf Seite der Rot/Weißen mehrfach für Unmut . In dieser schien Trainer Manni Drozd die richtigen Worte gefunden zu haben, denn mit dem Anpfiff zur zweiten Hälfte spielte nur noch der SVW. Es war einer kleinen taktischen Umstellung geschuldet, dass der Druck auf das Gehäuse des Klassenprimus von Minute zu Minute stärker wurde. Über rechts wirbelte nun Lukas Schubert und Oliver Ohland rückte in die Zentrale. Es gab nun auch mehrere Freistöße um den Strafraum der Gäste herum. Tobias Mößner scheiterte beim ersten Versuch aus zwanzig Metern halblinker Position noch am Gästekeeper. Nach einer Stunde gab es erneut Freistoß, diesmal an der Strafraumgrenze. Aus spitzem Winkel spielte Tobias Mößner den Ball durch die Mauer zum viel umjubelten Ausgleich ins kurze Eck. Und die Hausherren blieben dran und machten weiter Druck. Nun haderten die Altendorfer Spieler und Zuschauer mit der ein oder anderen Schiedsrichterentscheidung, der zugegebener Maßen einen schweren Stand in dieser Partie hatte. Eine davon führte zu einem weiteren Freistoß für den SV Weichendorf. Diesmal legte sich Marvin Leßner die Kugel zurecht. Er brachte den Ball in den Strafraum, wo das Leder an der kompletten Spielertraube, an Freund und Feind vorbei, mit einem Bodenkontakt ins lange Eck flog.

Jetzt kannte der Jubel keine Grenzen mehr. In den verbleibenden gut zwanzig Minuten ließ der SVW keine Ausgleichchance für die Gäste zu und hätte das Ergebnis sogar noch in die Höhe schrauben können. Die beste Gelegenheit dazu hatte abermals Tobias Mößner, als das Gästetor verwaist war. Selbstbewusst nahm er das Leder aus 18 Metern volley und alle jubelten schon, als das Spielgerät dann doch um Zentimeter am Kasten vorbeistrich. Nach zwei Minuten Nachspielzeit stand der völlig verdiente Sieg für den SV Weichendorf fest. Es war eine couragierte Mannschaftsleistung, vor allem in Durchgang zwei, die diesen Heimerfolg möglich machten.

Thomas Baum

Abteilungsleiter Fußball

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