Mit einem blauen Auge…

TSV Schammelsdorf 2 – SV Weichendorf     1:3 (0:0)

… davongekommen ist der SV Weichendorf bei der abstiegsbedrohten zweiten Mannschaft vom TSV Schammelsdorf. Man nahm sich vor, hier das Spiel von vorneweg zu diktieren, um keinelei Hoffnungen bei den Hausherren aufkommen zu lassen. Doch von Beginn an merkte man, dass dies heute ein komischer Kick werden könnte, denn der SVW tat sich schwer in die Gänge zu kommen. Der TSV stand tief und diszipliniert mit elf Mann in der eigenen Hälfte und lauerte auf Ballgewinne, die sie dann mit schnellem Umschaltspiel in Torchancen umzumünzen. Und das gelang ihnen wirklich gut. Der SVW fand kein Mittel gegen die clever verschiebenden Schammeldorfer, so dass man zwar viel Ballbesitz vorweisen konnte, daraus aber nichts resultierte. Die einzige Möglichkeit hatte Tobias Mößner, als er den Ball am herausstürzenden Torhüter vorbeispitzelte, allerdings war zu wenig Druck auf dem Ball, so dass Peter Hecht ihn noch vor der Linie aus der Gefahrenzone schlagen konnte. Da waren die Konter der Hausherren schon zielstrebiger, allerdings im Abschluss auch nur harmlos. So ging es in einer schwachen Partie torlos in die Kabinen. Auch der zweite Durchgang brachte keine Besserung im Spiel der Weichendorfer. Auf der Gegenseite ging ein Freistoß der Heimelf nur knapp am Weichendorfer Gehäuse vorbei und ein TSV Angreifer traf mit einem strammen Schuss den linken Aussenpfosten. Doch nach einer Stunde führte dann doch plötzlich der SVW. Ein geklärter Ball der Schammelsdorfer kam postwendend wieder zurück, Oli Ohland schaltete am schnellsten und lupfte den Ball über den Keeper ins Tor. Doch auch die Führung brachte nicht die nötige Sicherheit, man stellte sich nun tiefer und überließ das Spielfeld den Hausherren. Das nahmen diese auch dankbar an und kamen durch Schulz in der 75. Minute zum Ausgleich. Jetzt war die Partie offen und als alle mit einem Unentschieden rechneten, schlug der SV Weichendorf eiskalt zu. Eine Freistoßflanke von Stefan Burkard in den Strafraum „stoppte“ der sonst technisch so versierte Kemmer direkt in den eigenen Fünfer, da stand der eingewechselte Weichendorfer Spielertrainer Matthias Kubiak und erzielte den Siegtreffer gegen seinen ehemaligen Verein. In der Nachspielzeit erhöhte Murat Cümen noch auf 1:3. Nach Ballgewinn im Mittelfeld lief er auf das Schammelsdorfer Tor zu und hatte als Option noch Matthias Kubiak mit dabei. Der Keeper spekulierte auf den Querpaß, sodass Murat Cümen mühelos in das verwaiste Tor einschießen konnte.

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